GT-Cup Austria, Slovakiaring (SK)

Florian Renauer am Slovakiaring zweimal am Podest – Vizemeistertitel bereits fix!

Einen großen Erfolg für Florian Renauer brachte das fünfte Saisonrennen des Tourenwagen- und GT-Cup Austria vergangenes Wochenende auf dem Slovakiaring: Der 19-jährige Rennfahrer aus Neunkirchen in Niederösterreich fuhr mit seiner Ginetta G50 GT4 bei beiden Läufen auf das Siegerpodest. Nach Rang drei am Samstag belegte er Sonntag sogar dem zweiten Platz hinter Doppelsieger Heinz Weissenbacher auf Porsche. Wie bereits mehrmals im bisherigen Saisonverlauf ließ Renauer damit auch auf dem selektiven Slovakiaring motorisch klar überlegene Konkurrenten hinter sich – darunter auch den frischgebackenen GT-Gesamtsieger Josef Stadtegger auf Porsche GT3 Cup. Ein knappes Monat vor dem Saisonfinale am Salzburgring ist Florian der Vizemeistertitel in der GT-Klasse damit nicht mehr zu nehmen.

Die Anreise zu einer seiner absoluten Lieblingsstrecken hat sich für Florian Renauer wirklich gelohnt: Wie zuletzt schon am Pannoniaring lieferte der HTL-Schüler auch beim vorletzten Rennwochenende in der Slovakei eine große Talentprobe ab. Bereits im Qualifying zum ersten Rennen am Samstag sorgte Renauer für Erstaunen, als er mit Startposition zwei hinter Dominator Heinz Weissenbacher gleich drei leistungsmäßig stärkere GT3-Porsche hinter sich ließ. Wie kaum anders zu erwarten zog die Konkurrenz aus Zuffenhausen beim Start zwar augenblicklich an Florian vorbei; dieser ließ sich jedoch nicht beirren, kämpfte weiter und vertraute auf die Stärken seines englischen GT4-Exoten. Und tatsächlich: Im technisch anspruchsvollen Infield des Kurses holte der Neunkirchner systematisch auf und holte sich von Heinz Bayer schließlich Platz drei zurück. „Hätte das Rennen noch ein wenig länger gedauert, wäre vielleicht auch noch Platz zwei möglich gewesen. Doch Josef Stadtegger hat an diesem Tag keinen Fehler gemacht“, war Florian mit Platz drei mehr als zufrieden.

Nach einem schweren Unwetter in der Nacht auf Sonntag entwickelte sich das frühmorgendliche Zeittraining für das zweite Rennen zu einem Reifenpoker: Obwohl die Strecke noch nass war, ging Florian mit Slicks als erster Pilot auf Zeitenjagd. Und das Risiko zahlte sich aus. Als die Konkurrenz endlich nachzog, wusste der Ginetta-Pilot längst über den genauen Zustand der Strecke Bescheid und zauberte mit warmen Reifen die zweitschnellste Zeit aller GT-Piloten in den Asphalt. Auch im Rennen bewies der 19-Jährige Racer seinen Killerinstinkt: Zwar war beim Start gegen die überlegene Porsche-Power erneut kein Kraut gewachsen, doch im kurvenreichen Teil der Strecke schlug Florian gleich zweimal zu, überholte Heinz Bayer und Josef Stadtegger und sicherte sich hinter dem unerreichbaren Heinz Weissenbacher erstmals in dieser Saison Platz 2.

„Ich habe gewusst, dass mir der Slovakiaring sehr entgegenkommt, aber mit dem zweiten Rang habe ich selbst nicht gerechnet“, freute sich Florian nach dem Rennen. Ein knappes Monat vor dem Saisonfinale am Salzburgring ist dem Ungarischen GT-Meister von 2010 damit der Vizemeistertitel im neugegründeten Tourenwagen- und GT-Cup Austria nicht mehr zu nehmen.

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